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A louder silence

Radiot, 10. Dezember 2018 - 18:49

Veröffentlicht am:
05.10.2018
Leifur James - A louder silence

Die Platte des Monats Oktober führt uns nach London, das derzeitige Mekka der modernen Jazzmusik und der Treffpunkt und Schmelztiegel der jungen experimentierfreudigen Musikszene. Aus dieser Szene hat sich Leifur James, ein Londoner Dj und Producer, herauskristallisiert und mit seinem DebÜtalbum "A louder silence" ein Werk geschaffen, dass wie kaum ein anderes Album so stilsicher und locker die Grenzen zwischen Jazz, Elektrosoul, HipHop und zeitgenössicher Digitalmusik auflöst.

Mit dem Debütlbum "A louder silence", also dem Gegensatz der wörtlich übersetzten lauteren Stille, bringt der Multiinstrumentalist Leifur James ein sowohl sehr persönliches als auch extrem musikalisches Erstwerk auf den Markt. 10 Tracks spicken die Playlist die einen roten Faden bilden und doch unterschiedlicher nicht sein könnten. So enthält die experimentelle Platte Jazz-, Classic-, Soul- und Blueselemente, sowie natürlich auch einen elektronischen Einfluss. Ruhige melodische Tracks wie "Suns of Gold" , bei denen viel mit der Lautstärke einzelner Musiksegmente oder ganzer Musikregister gespielt wird, werden wie in diesem Falle noch durch soulige Lyrics von Leifur James ergänzt. Insgesamt erhält das Album jedoch nur 2 Tracks mit Lyrics, während der Rest des Albums mit abwechslungsreichen Instrumentals überzeugen kann. Auf dem knapp achtminütigen und längstem Track des Albums "Argonaut", wird besonders die Bedeutung des Albumnamens "A louder silence" deutlich. Hinter dem steckt nämlich Rat den der Musiker damals von seinem Onkel erhielt: „Every detail should be a worthy detail, and sometimes nothing is better than something“. Jedes Detail sollte seinen Zweck, seine Bedeutung haben – und lieber mal etwas weglassen anstatt zu viel sinnloses Beiwerk aufeinanderzustapeln. Jeder Track gibt den einzelnen Instrumenten die Zeit und den Platz sich in Spannungsbögen stetig auf- und sich genauso wieder in ruhige Soundpassagen abbauen kann. "Argonaut" startet beispielsweise sehr leise, entwickelt sich zu einem tanzbaren Klangteppich der wieder abschwacht und dann in einem vollen Klang das Ende des Songs einleitet. Auf Songs wie diesem schafft es Leifur James Gitarren, Synthies und die durch Jim Macrae eingespielten Live-drums in verschiedensten Rythmen zu kombinieren und sie auf einem vollen Klangteppich verschmelzen zu lassen.

Insgesamt stecken in dem Debütalbum des Londoners 2 Jahre Arbeit. Am Ende der Produktionszeit und der zahlreichen Studiosessions wurde noch das eben erwähnte Livedrumset durch Jim Macrae hinzugefügt, um das Album abzurunden. Neben der breitgefächerten Musikalität steckt auch viel persönliches in der Platte. Auf dem Song "Mumma don´t tell" spielt Leifur James beispielweise auf dem Piano, an dem seine Mutter ihm das Klavierspielen beibrachte. Es sind Details wie diese, die das Album abrunden und auch wieder auf den Rat des Onkels zurückgehen. Jedes Detail sollte seinen Zweck, seine Bedeutung haben – und lieber mal etwas weglassen anstatt zu viel sinnloses Beiwerk aufeinanderzustapeln.

Text Yannick Schumacher

Monat:
2018/09
Label:
Night Time Stories
Artist:
Leifur James
Tracks:
  1. Alpine
  2. Time
  3. Suns Of Gold
  4. Argonaut
  5. Mumma Don't Tell
  6. Uncle Blue
  7. Night & Day
  8. Salaninam"
  9. Red Sea
  10. Osho
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