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01DEAS

Radiot, 2. May 2018 - 12:16

Veröffentlicht am:
23.03.2018
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Als Dr. Zygote ist der Brite Ayman Rostom seit Mitte der 90er in der Hiphop-Szene als Produzent zu Gange, eher er sich plötzlich im Jahre 2014 unter dem Alias „The Maghreban“ in seinem neuen elektronischen Gewand zeigte und seine erste House-Platte Release veröffentlichte.

Ein Wandel, der gar nicht mal so unnatürlich ist, denn sowohl im Hiphop als auch im House-Genre spielen Samples die Hauptrolle. Ein Gefühl und Gehör für treffende Samples zu haben und diese auch effektiv anzuwenden ist eine Kunst für sich, die den Einstieg in die House-Produktion für Rostom sicherlich erleichtern konnte, wenn nicht sogar zu begründen hat.

So hat es nicht lange gedauert, ehe sich The Maghreban einen Namen für sich machen konnte und das Debütalbum auf einem der größten elektronischen Musiklabels R&S Records angekündigt wurde.

Das Album beginnt ominös und dunkel mit einem Synthesizer-Motif, dass ein Sturmgewitter herbei zu schwören scheint. Hinzu kommen leichte Hihat-Sounds, die einem Two-Step Kick weichen, und ehe man sich in irgendeinen Groove einwippen kann, so ist der erste Track „Eddies“ schon vorbei.
Dem Gewitter folgen überraschende Jazz-Töne: Piano, Kontrabass & Schlagzeug stimmen den Hörer in den Groove ein, den er vorher vergeblich erwartet hat. Der Titelname „Crime Jazz“ ist hier Programm. Doch wer denkt, man hat es jetzt mit einem Jazz-Album zu tun, der weiß spätestens beim Remix von „Hi-Top“, dass es der Maghreban möglichst vermeidet, dass sein Album in eine Schublade gesteckt wird. Plötzlich bekommt mein einen tiefgelegenen, basslastigen Hiphop Track mit Scratch-Einlagen, die für meinen Geschmack etwas viel waren, aber die aufgrund der Hiphop-Wurzeln des Künstlers wohl ihren Platz finden.

Das Highlight des Albums ist der Track „Sham“, der mit energetischen Drums und einem eingängigen Glockenspiel-Motiv direkt zum Tanzen heraufbeschwören möchte. Ohne Erbarmen schlägt der Drummer auf sein Set und das Glockenspiel und die Bassline versuchen mit dem Tempo mitzukommen, ehe die Synthesizer hinzukommen und der Track dramatische Züge annimmt. Das Lamellophon („Mbira“), auch als Kalimba bekannt, stellt Rostom in seinem Track „Mbira“ in den Vordergrund und läutet ein, dass es musikalisch auch einen Zwischenstopp in Afrika geben wird.
Der darauffolgende Track „Revenge“ bringt die afrikanischen Grooves mit einem stampfenden House-Beat zusammen, worüber die simbabweanische Rutendo Machiridza eine emotional geladen Performance legt. Ein rhythmischer Wechsel zum Half-Beat, worüber man dann wieder die im vorherigen Lied eingeführte Kalimba hört, lässt einen kurzen Moment der Besinnung zu, ehe die Energie der Rutendo und der Wumms des Basses einen wieder aus der Trance holt und einen wieder zum Tanz auffordert.

Auch die letzten vier Tracks stellen wieder einen Break dar: weg vom Euphorischen und hin ins dunkle Dramatische. Der Albumtitel „01DEAS“ lässt schon vermuten, dass es sich bei diesem Album um eine Ansammlung verschiedener Ideen und verschiedener Musikrichtungen handelt. Schon beim ersten Hören fällt auf, wie alle drei Tracks ein Sprung auf ein anderes Genre geschieht. Zum einen zeigt es die Diversität und kreative Fähigkeit von Rostom, auf der anderen Seite fühlt sich das Album eher an wie verschiedene EPs, die aneinander gereiht worden sind. Ein kohärentes Hörerlebnis ist dieses Album auf jeden Fall nicht, aber eine aufregende Musikreise nichtsdestotrotz. Das Letzte was wir als Hörer von The Maghreban im letzten Track hören, ist eine elektronisch manipulierte Stimme, die uns sagt: „light has many faces…“ – Das Licht hat viele Gesichter…
In diesem Fall trifft dies wohl auch auf dieses Album zu – als ob Ayman Rostom wusste, dass es dies wohl ein Hauptkritikpunkt sein könnte.

Text von Kevin Zhou

Monat:
2018/04
Label:
R&S Records
Artist:
The Maghreban
Tracks:
  1. Eddies
  2. Crime Jazz
  3. Can't Breathe (feat. Anushka)
  4. Hi Top Remix (feat. A-F-R-O
  5. Sham
  6. Mike's Afro (feat. Gatto Fritto)
  7. Mbira
  8. Revenge (feat. Rutendo Machiridza)
  9. Strings
  10. Needy
  11. Mr Brown
  12. Broken
  13. Radiance
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