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2012-2017

Radiot, 10. März 2018 - 18:20

Veröffentlicht am:
17.02.2018
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Was Musik, Kunst und das ganze Drumherum angeht, so ist der Chilenisch-amerikanische Künstler Nicolas Jaar immer für eine Überraschung gut. Nach seinen erfolgreichen tanzmusikalischen EPs, die er in den Anfängen seiner Musikkarriere (2008-2011) herausgebracht hat, die ihn auf die große Bühne der elektronischen Tanzmusik katapultiert haben, entschied er sich, sich von den damals sonst gängigen 128 BPM weitmöglichst zu entfernen und langsamere, intimere und experimentellere Musik zu komponieren.

Mit dem im Jahr 2011 erschienenen Debütalbum „Space Is Only Noise“ hat er dann gezeigt, wie gut sich sowas anhören kann und lobende Kritiken von allen möglichen Musikinstitutionen (Guardian, Pitchfork, Resident Advisor) bestätigten Nicolas Jaar als einen der großen Musikproduzenten, der in der ersten Liga mitzuspielen hat.

Darauf folgten Projekte wie „Pomegranates“ (ein alternativer Ambient-Soundtrack zu dem im Jahr 1968 erschienenen sowjetischen Film „The Colour of Pomegranates), das Bandprojekt DARKSIDE (darunter bspw. ein Remixalbum zu Daft Punks „Random Access Memories“), „From Scratch“ (Livekonzept, wo er Samples aus Schallplatten verwendet, die er am selben Tag gekauft hat) und die Gründung des Labels „OTHER PEOPLE“.

OTHER PEOPLE funktioniert dabei so, dass die Musik wöchentlich an Abonennten gesendet wird. Später wurde aus der Seite ein Online-Radio, welches Kanäle von 0 bis 333 zur Auswahl hatte. Davon ist aber nur auf den Kanälen, die ein Mehrfaches von 3 sind, Musik zu hören.

Zwischen all diesen Projekten gab es hin und wieder eigene Releases, wie die „Nymphs“-EP-Reihe und im Jahr 2016 dann das zweite Album „Sirens“.

In einem Interview meinte Nicolas Jaar, dass er es lustig findet, wenn in Ansagen davon geredet wird, dass es sich um die ‚erste Nicolas Jaar Single in drei Jahren’ handelt, obwohl er andauernd Musik veröffentliche. Wohl aber unter einem anderen Namen.

Ein solcher Alias ist A.A.L., was für „Against All Logic“ steht.

Und nun zeigt sich mit dem Release von „2012-2017“, was wirklich dahinter steckt.

In der Compilation, die am 17. Februar 2018 ohne große Ankündigung erschienen ist, sammeln sich Produktionen von Jaar, die er in den im Titel benannten Jahren unter diesem Alias produziert hat. Beim Hören fällt dann auch direkt auf, wieso Jaar diese Tracks unter einem anderen unbekannten Namen veröffentlicht hat. Die in dieser Sammlung vorzufindenden Tracks sind bunt - bunt und fröhlich und vor allen Dingen tanzbar.

Mit gepitchten Soul-Samples und aufregend gestapelten Beats schafft Jaar es, dass sich die Kinnlade mit jedem weiteren Track noch ein Stück weiter nach unten bewegt. Und für jeden Track hat er eine andere Rezeptur parat, um aus dem Sample ein einzigartiges Musikstück zu kreieren:

Während er für dem Opener „This Old House is All I Have“ noch einen cruisenden HipHop-Beat unterlegt, springt er bei Track 2 plötzlich mit einem abgehackten Breakbeat ein, der dann mit den reinkommenden Chorgesängen an Härte abnimmt und den Hörer mit dem Beat wieder vereinen kann.

Es folgen klaviergestützte („Some Kind of Game“, „Cityfade“) und epische („Such A Bad Way“, „Now U Got Me Hooked“) House-Tracks, denen für die Bezeichnung als Banger lediglich eine schnellere BPM-Zahl fehlen.

Der Track „Hopeless“ ist hingegen ein hypnotisierender, geladener, technoider Track, der durch die meisterhaft entworfenen Percussion-Sounds besticht, allen voran durch die dynamischen und im Stereofeld umher schwirrenden Hihats, die mit der immer wieder eintretenden ominösen Synth-Line, schüchtern und leise werden, nur um mit dem Verschwinden derselbigen dann wieder mit mehr Elan zurückzukehren, um die entstandene Leere zu füllen.

Dieser wie auch die letzten drei Tracks („Flash in the Pan“, „You Are Going to Love Me and Scream“, „Rave on you“) auf der Compilation demonstrieren den Klang, den Nicolas Jaar für sich gefunden hat und mit dem er seit seinen ersten Releases („Mi Mujer“) Fans von emotionaler, rhythmischer und, im Vergleich zu anderer kontemporärer Tanzmusik, um Einiges langsamerer Musikstücke begeistern konnte.

Diese Compilation ist ein zurückschauender Blick auf das, was Nicolas Jaar alles an genialer Tanzmusik produzieren kann und wie gut er es verbergen konnte und es lässt sich nur erahnen was für Schätze uns wohl heute noch verwehrt bleiben.

Text: Kevin Zhou

Monat:
2018/03
Label:
OTHER PEOPLE
Artist:
A.A.L. (Against All Logic)
Tracks:
  1. This Old House Is All I Have
  2. I Never Dream
  3. Some Kind Of Game
  4. Hopeless
  5. Know You
  6. Such A Bad Way
  7. Cityfade
  8. Now U Got Me Hooked
  9. Flash In The Pan
  10. You Are Going To Love Me And Scream
  11. Rave On U
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