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Diaspora

Radiot, 1. August 2017 - 16:24

Veröffentlicht am:
23.06.2017
Diaspora.jpg

Jazz, hat er noch eine Lebensberechtigung in unserer heutigen Musikwelt? Der große Musikfilm La La Land skandiert, dass Jazz in den Vereinigten Staaten am Aussterben ist. Eine Studie zeigte letztens, dass Jazz das unpopulärste Genre in seinem Herkunftsland ist. Ironisch. In der Situation braucht man also "Retter", die die Musikrichtung wieder pushen und attraktiv machen, sei es durch traditionelle Umsetzung oder durch innovative Neuinterpretation des Genres. Und inmitten dieses Chaos aus Unsicherheit und Experiment, erscheint eine Figur aus dem Nebel heraus, und diese Person meint, ja, sie schreit sogar, die magische Formel für die Rettung des Jazz gefunden zu haben. Christian Scott (32) ist ein Virtuose, der schon Jahre lang ein Teil der Jazz Szene gewesen ist und sich einen Namen gemacht hat. Mit seiner Trompete und eigenst entworfenen Blasinstrumenten bringt er in seinen Alben einen Hauch Innovation. Diaspora (VÖ: 23. Juni 2017) ist das zweite einer Trilogie ("The Centennial Trilogy") mit der Scott 100 Jahren Jazz gedenken will. Er selber gibt seinem Stil, so wie beim vorletzten Album, den Namen "Stretch Music". Musik, die sich der Ästhetik und Ideen willkürlich aus den verschiedensten Genres wie dem Jazz, Soul, Hip-Hop oder Alternative Rock bedient. So ist es auch bei "Diaspora": Hip-Hop Beats und Piano Loops bilden ein harmonisches, und zum Teil elektronisches, Grundbett, auf dem sich alle anderen Instrumente frei ausbreiten können. Gastbeiträge in Form von Perkussion oder Flöte (Elena Pinderhughes) sind frisch und willkommen, jedoch hinterlässt Scotts Trompete die tiefste Markierung. Seine talentierten und gefühlsvollen Improvisationen erinnern auch mehr als einmal an Jazz-Legende Miles Davis. Alle Tracks sind instrumental bis auf "The Walk", gesungen von Sarah Elizabeth Charles, von der man gerne etwas mehr gehört hätte. Im Großen und Ganzen ist das Album zusammenhängend und wirkt rund und frisch, sowohl für den Experten als auch für den unerfahrenen Jazz Hörer. Alle Lieder sind gut auskomponiert, jedoch sticht die Platte vielmehr durch die Stellen raus, die man eher dem traditionellen Jazz zuordnen würde. Leider nehmen die Trap lastigeren und repetitiven Beats der Komposition etwas Freiheit und Energie weg. Dafür kombiniert Scott in anderen Tracks, wie bei "No Love", die Ästhetik von Neo-Soul und Hip-Hop mit der strukturierten Logik und Improvisation vom Jazz. Das Ergebnis dabei ist inspirierend und evokativ. Text: Antonio Marti Monso

Monat:
2017/08
Label:
Stretch Music
Artist:
Christian Scott
Tracks:
  1. Diaspora (feat. Elena Pinderhughes)
  2. IDK (feat. Braxton Cook)
  3. Our Lady of New Orleans (Herreast Harrison)
  4. Bae (Interlude) (feat. Lawrence Fields)
  5. Desire and the Burning Girl
  6. Uncrown Her
  7. Lawless (feat. Braxton Cook)
  8. Completely (feat. Elena Pinderhughes)
  9. New Jack Bounce (Interlude)
  10. No Love
  11. The Walk (feat. Sarah Elizabeth Charles)
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