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Il Canto delle Montagne

k.zhou, 10. April 2017 - 14:27

Veröffentlicht am:
10.04.2017
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Wie in jeder Stilrichtung gilt auch in diesem Fall: Jazz ist nicht gleich Jazz. Wenn die Platte des Monats April mit dem klangvollen Namen „Il Canto delle Montagne“ hier als Jazz-Platte vorgestellt wird, dannist nicht die stark an Blues angelehnte Art von Jazz gemeint. Vielmehr wird Jazz hier in einer Art und Weise
interpretiert, die weit über die Komplexität von typischen Jam Session Stücken aus dem Real Book hinausgeht. Der französische Pianist Thierry Maillard erschafft über den sehr abwechslungsreichen
Rhythmen seiner beiden Compagnons Dominique Di Piazza und André Ceccarelli an Bass und Schlagzeug, vielschichtige, schöne Melodien.
Zu dritt schaffen sie es, harmonische Klänge in viele Facetten herauszuarbeiten – mal vor Energie sprühend, mal nachdenklich und ruhig.
Wie gut die Musiker harmonieren, merkt man gleich im
ersten Lied. Aus dem bedächtig und ruhig gespielten Piano-Intro entsteht durch die rhythmische Untermalung ein Leichtigkeit vermittelndes, eingängiges Werk, das automatisch zum Mitwippen
anregt.
Das erste Lied zeigt sehr gut einige Charakteristika des Albums auf. So ist in nahezu jedem Stück ein ausgedehntes Piano- oder Bass-Solo zu hören. Sehr typisch ist auch das in vielen Fällen sehr ruhige
Intro, welches in anderen Lieder allerdings nicht so melodiös mit dem sich daraus entwickelnden Song verwandt ist. Beispielsweise in „Hymne“ oder „Le château de sirènes“ hat das ausgedehnte,
langsame Intro nichts mit dem späteren, energiegeladenen Stück gemein. Die Entwicklung ist aber nicht nur schlüssig, es erzeugt darüber hinaus eine Spannung, die sich aus dem wohltuend
Unvorhersehbarem der Lieder speist.
Imposant ist die Komplexität und Variabilität der Melodien und Rhythmen, die auch nach mehrmaligem Hören immer Neues zu entdecken lässt. „US Folk“ beispielsweise kommt im Vergleich zu den restlichen Liedern ziemlich geradlinig daher.
Im Lied „Irish Ghost“ wird der Geist über eine hohe, fragile Klaviermelodie treffend klanglich imitiert, welche spannenderweise nach der Hälfte des Liedes von einem Bass-Solo konterkariert wird.
Man bekommt den Eindruck, sechzehn Lieder haben kaum ausgereicht, um alle Ideen unterzubringen, die Thierry Maillard für diesen Sound erdacht hat. Was allen gemein ist, fasst der sehr passende Kommentar von meinem Freund treffend zusammen: ‚Das ist perfekte Musik für einen lauen Sommerabend im Freien!‘ Und der Sommer steht ja vor der Tür.

Text von Julian Backs

Monat:
2017/04
Label:
Ilona Records
Artist:
Thierry Maillard
Tracks:
  1. Il canto delle montagne
  2. Le temps qui passe
  3. Sultan
  4. Valse sentimentale
  5. Hymne
  6. Irish Ghost
  7. Le Château des sirènes
  8. Plus jamais pareil
  9. US Folk
  10. My Own Jazz
  11. Mamallapuram
  12. Réunion
  13. Lullaby
  14. Viking Song
  15. Le lac de Côme
  16. A Paris
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