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Process

Radiot, 1. März 2017 - 13:13

Veröffentlicht am:
03.02.2017
Sampha.jpg

Sampha aka Sampha Lahai Sisay bringt nach kleineren EP Veröffentlichungen in den letzten Jahren nun sein Debütalbum "Process" raus. In den Jahren davor hat er aber ordentlich im Musikbusiness mitgemischt, jedoch nicht als Solo-Artist, sondern als Produzent, Sänger und Songwriter.
Er hat an vielen Projekten mitgearbeitet, aber seine ganz eigene Musik zurückgehalten. Einen Grund sich zurückzuhalten hat
er allerdings nicht. Das scheint er mittlerweile auch verstanden zu haben und ist viel mutiger geworden, als er es früher war. Vorallem was seine Stimme angeht, die war in seinen früheren Werken nie so stark im Vordergrund, wie sie es jetzt ist. Dass sie jetzt so stark zum Vorschein kommt verdankt er seinem Koproduzenten Rodaidh McDonald der ihn regelrecht überzeugen musste, seinen Gesang so zu expandieren. Früher konnte er seine Stimme nicht ertragen, ihrer Fragilität nicht trauen, sagt er. Heute ist seine hohe, sanfte, aber trotzdem voluminöse, soulige Stimme das Instrument, das die Emotionen in seinen Tracks am stärksten wiedergibt.

Er verlor im jungen Alter zunächst seinen Vater an Krebs, 2015 dann
auch seine Mutter. Diese großen Verluste und auch die daraus
resultierenden Ängste verarbeitet er in Process. In einem Interview sagte er, Musik sei für ihn eine spirituelle Erfahrung und die Konfrontation mit der eigenen Sterblichkeit. Nur Emotionen könnten dem Tod die Stirn bieten. Er singt über seine Vergangenheit, über seine Ängste über seine Mutter und über die Musik. Process gibt uns einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt. Sampha sagt, dass Musik für ihn ein Weg sei zu kommunizieren, was er sonst als schüchterner und stiller Mensch nicht könne. In seiner Musik findet er so also den Mut, seine Ängste zu offenbaren. Trotz der melancholischen Grundstimmung des Albums, bekommen wir auf verschiedenste Weise zu hören, was er fühlt. Mal sehr ruhig, in der Piano Ballade „(No One Knows Me) like the Piano“, dann wieder schneller und poppiger, beispielsweise in „Blood on me“.

Das neo-soul Album ist sehr persönlich und emotional. Bei jedem Hören entdeckt man etwas neues, sowohl im Text und seiner Tiefgründigkeit, als auch in der Musik und einigen unerwarteten Elementen. Sampha ist selbstbewusster geworden und das zu Recht. Er entblößt sich, erzählt uns seine Geschichte, zeigt uns seine Ängste und Schwächen, nimmt uns mit, bewegt uns und schafft dies ohne kitschig zu werden. Ein starkes Werk von einem starken Künstler. Am 13. März erweckt Sampha sein Album in Köln im Gloria zum Leben.

Text: Sarah Küster

Monat:
2017/03
Label:
Young Turks
Artist:
Sampha
Tracks:
  1. Plastic 100ºC
  2. Blood on me
  3. Kora sings
  4. No one knows me (like the Piano)
  5. Take me inside
  6. Reverse Faults
  7. Under
  8. Timmy's Prayer
  9. Inclomplete Kisses
  10. What shouldn't I be?
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