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HipHop, Blues, 60s-Psychedelia, eine Sitar hier und da und viel, viel analoger Dreck. Dazu eine Stimme, die faucht, jammert, wütend schreit und im nächsten Moment wieder beinahe wegbricht in die Abgründe, die sie selbst besingt. Das in etwa ist die Kurzbeschreibung dieses Debütalbums von Sumach Ecks alias Gonjasufi. Der Mann hat offenbar schon so einige nicht rosarote Zeiten gehabt im Leben. Wenn man weiß, dass er als muslimischer Inder mit Bart und Rastas im September 2001, als in New York zwei von Terroristen entführte Flugzeuge in World Trade Center rasen, auf dem Airport in Los Angeles als Flugzeugbetanker arbeitete, dann hat man auch keine Fragen mehr.
Diese und andere negative Erfahrungen, die er in der Folgezeit machte, hat Sumach Ecks nun auf "A Sufi and a Killer" auf beeindruckende Weise verarbeitet. Die passenden Beats dazu hat hauptsächlich The Gaslamp Killer beigesteuert, wobei mit "Ancestors" auch eine Kollaboration mit Flying Lotus, dem Wunderkind der HipHop-Avantgarde, dabei ist. Ganz leicht verdaulich ist diese nie langweilige Reise quer durch diverse Stile beim ersten Hören nicht. Aber es gibt keine Sekunde Zweifel daran, dass dieser Mann hier seine realen Dämonen beschwört - und sie endlich zähmen konnte.
Text: Harald Jakobs