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Relativ ruhig ist es geworden, das neue Album der Shout Out Louds, und ruhig war es auch eine ganze Zeit lang um die Band selber.
Was wohl nicht zuletzt daran lag, dass man sich ein halbes Jahr Pause voneinander gönnte, um sich persönlichen Dingen zu widmen. Die Zeit verstrich jedoch musikalisch nicht völlig ungenutzt. Sänger Adam Olenius schrieb in Melbourne fleißig an neuen Songs und nach sechs Monaten traf man sich in Seattle wieder, um das neue Album aufzunehmen.
Damit ist "Work" das erste Album der Shout out Louds, das nicht in der schwedischen Heimat aufgenommen wurde. Als Produzenten verpflichtete man Phil Ek, der unter anderem auch schon für Band of Horses oder die Fleet Foxes tätig war. Diese Zusammenarbeit war schließlich auch einer der Gründe das Album "Work" zu betiteln, da Ek, laut Aussage der Band, bei den Aufnahmen geradezu pedantisch war und sie unzählige Takes einspielen ließ.
Stilistisch schafft es das Album, an das Vorangegangene anzuknüpfen und gleichzeitig ein neues Kapitel aufzuschlagen. Während Songs wie die erste Singleauskopplung "Fall Hard" oder "Throwing Stones" noch an frühere Titel erinnern, erscheinen Titel wie "Paper Moon" oder "The Candle Burned Out" in einem neuen, ungewohntem Stil.
Allgemein werden die Songs von einem gradlinigem Schlagzeug getragen, während auf zusätzliche Percussionelemente nahezu gänzlich verzichtet wurde. Dazu gesellt sich, wohl dosiert, die restliche Instrumentierung zu einem harmonischem Ganzen, das nie überladen wirkt.
Auch wenn "Work" im Gegensatz zu seinen Vorgängern ruhiger und reduzierter klingt, ist es es keinesfalls langweiliger. Im Gegenteil, die minimalistischen Arrangements versprühen einen ganz eigene Magie und die simpel gehaltenen Akkorde reißen einen schnell in den Bann.
Damit haben die Shout Out Louds passend zum Ende des Winters das passende Album abgeliefert, sei es um sich noch einmal der Wintermelancholie hinzugeben, oder um die ersten Frühlingsgefühle zu zelebrieren.
(Rezension: Lennart Rehren)